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Edelweiß
Diese Arbeit umkreist den Mythos Edelweiß ebenso wie Fragen des Tourismus, Natur- schutzes, Freizeitbeschäftigung,traditionelles Handwerk und die Wertigkeit von Kunstwerken. Partizipation und die Aufhebung der Autorschaft sind Teil der Konzeption. Die Edelweiße werden aus frischen Birkenstäben geschnitzt, eine Technik, die wir von einem 82-jährigen Tiroler auf einer Almhütte in Serfaus erlernt haben.

Installation
Die 10000 Edelweiß werden auf einem Ersatzboden flächendeckend im Ausstellungsraum montiert, sodass sie beim Begehen der Ausstellung durch die BesucherInnen zertreten werden.

Produktion
Wir laden an unterschiedlichen Orten Interessierte ein, mit uns Edelweiß zu schnitzen und somit Teil dieser Kunstproduktion zu werden.

Auf Einladung der Bildetage führt Alpine Gothic an verschiedenen Orten In Rotterdam workshops durch und zeigt ihre Arbeit am 13. Mai in 'De Zwarte Ruyter'.

Workshoptermine Rotterdam:
16.+21.04.2011, 14:00-17:00
De Zwarte Ruyter (http://dezwarteruyter.net)
Van der Takstraat 107
3071LK Rotterdam NL
Einladung als Pdf

Präsentation:
12.5.2011, 19:00
De Zwarte Ruyter (http://dezwarteruyter.net)
Van der Takstraat 107
3071LK Rotterdam NL

Bisherige Workshop-Orte:
2010 Kölner Haus, Serfaus
2010 Ortung 2010, Strobl am Wolfgangsee
2010 Holzbildhauersymposion, Molnar-Haus, St. Johann

Alpine Gothic
Alpine Gothic versteht sich als kollaboratives Label mit der Zielsetzung der Produktion gemeinsamer Arbeiten und der theoretischen Auseinandersetzung mit dem inhaltlichen Spannungsfeld, das die beiden Begriffe „Alpine“ und „Gothic“ eröffnen. Das Label sieht sich als offene Plattform für KünstlerInnen und ThoretikerInnen, die an der inhaltlichen Konzeption und den gemeinsamen Zielsetzungen interessiert sind. Obwohl Geniebegriff und Autorenschaft durch den Kunstdiskurs bereits theoretisch aufgelöst zu sein scheinen, weiß der Kunstmarkt davon noch nichts. Ein gängiges Karrieremodell ist immer noch der meist männliche Künstler, der in jungen Jahren durch seine Exzessivität Aufsehen erregt und im Alter von seiner „Aura“ und „Charisma“ zehrt. Die Teilhabe des Publikums/Sammlers an diesem auratischen Moment ist auch heute noch oft die letzte Argumentationsmöglichkeit in der traditionellen Kunstvermittlung. Dagegen stehen Konzepte wie multiple Produzenten, Partizipation und Community. Durch den Rückgriff auf einen mittelalterlichen Werkstättenbegriff, aktualisiert und ergänzt durch die zuvor genannten wollen wir den Defiziten im Kunstbetrieb entgegnen. Hinter der Aufhebung der Autorschaft und der Verknüpfung mit dem Werkstattgedanken als Arbeitsprinzip verbirgt sich eine ökonomische Überlebensstrategie mittels kollektiver Bedeutungsproduktion, Symbiose und Vernetzung. Durch die Kontrastierung des Begriffes „Alpine“ mit dem Begriff „Gothic“, der sowohl „gotisch“, in Referenz auf die mittelalterliche Werkstätte, als auch im übertragenen Sinn „düster, schaurig“ meint und gleichzeitig diverse subkulturelle Entwicklungen und populärkulturelle Inhal te umfasst, eröffnen wir uns neue Perspektiven auf Begriffe wie Heimat, Identität, Pathos, Idylle, Naturgewalt, Zivilisation, Agrikultur, Ritual,...­